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dijous, 4 de setembre de 2014

DORF DER IDIOTEN Fazit: Die Grundidee, ein Dorf der Idioten zu schaffen, bietet zwei mögliche, interessante Umsetzungswege: Einerseits die Möglichkeit eine humoristische Geschichte zu erzählen, andererseits Gesellschaftskritik zu üben. Doch leider ist Monnehay's Buch für mich weder im Unterhaltungsbereich noch in der Gesellschaftskritik einzuordnen. Und so hatte ich Probleme beim Lesen, musste mehr nachdenken, als dass die Geschichte auf mich wirken hätte können, und wurde enttäuscht. Schade, denn die Idee ist gut.Pierrot ist ein Außenseiter, ein Grenzgänger, ein „Idiot“. Eines Tages beschließt er, einen Ort zu gründen, an dem Sonderlinge wie er leben können, ohne angefeindet zu werden. Sein Plan löst ein gewaltiges Echo aus, und in einer wunderbar absurden Tour durch Frankreich werden Mitbewohner mit psychischen und physischen Macken aufgelesen. In dem Dorf der Idioten lebt jeder, wie er mag, doch das Glück der Außenseiter weckt den Neid jener, die nicht dorthin gehören - und hoffen, aufgenommen zu werden, indem sie sich dumm stellen … Ein Roman über das unerreichbare Paradies, eine Fabel über Ausgrenzungen und über all jene Menschen, die, weit davon entfernt, Idioten zu sein, unfähig sind, ein „normales“ Leben zu leben.

DORF DER IDIOTEN DUSSELDORF ...HEYTHORP....

Dorfpunks.by

Als die Punkwelle aus England Ende der trübsinnigen Siebziger auch über Schleswig-Holstein hinwegschwappte, wurde selbst das verschlafene Schmalenstedt gewaltig durchgespült. In dem drögen Ostseekaff, in dem bis dahin der Totentanz als einzig bevorzugtes Freizeitvergnügen galt, hatte die Flutwelle einen Jungen ganz besonders heftig erfasst. Bis heute surft er auf ihr weiter. Ungläubig und witzig-wehmütig blickt Kultstar Rocko Schamoni nun noch einmal zurück auf seine Jugend, sein früheres Alter Ego Roddy Dangerblood, und einen mehr als schrägen Karriereweg. Die Erinnerungen des "SH-Punks" (SH steht für Schleswig-Holstein) kreisen vorwiegend um Initiationsriten auf dem Weg zur Mann- und Punkwerdung. Dabei folgt Schamoni präzise den Spuren des uralten Traums von Sex, Drugs & Rock 'n' Roll. Sex in Schmalenstedt fiel dabei eher mau aus (Näheres im viel sagenden Kapitel "Sexualität ist eher unangenehm"). Dafür boten LSD und Cola-Rum in rauen Mengen gerechten Ausgleich. Schließlich war es so weit: AC/DC, Schamonis persönliche Hausgötter, wurden 1978 schlagartig von den Sex Pistols abgelöst. Endlich hatte die Wut eine Sprache erhalten, das bürgerliche Lager war heil umschifft.
Sieben Alben, unzählige Livegigs, Viva-Moderator -- Popliterat? Wurde Schamonis Gaga-Prosa aus seinem Erstling Risiko des Ruhms stilistisch immerhin noch irgendwo zwischen Käpt'n Blaubär und Helge Schneider verortet, wie ein Amazon-Leser aus München anmerkt, so reicht der neue "Entwicklungsroman" des Kings kaum an die großen wütenden Vorbilder dieses Genres heran. Skurrile Schmalenstedter Bauernköppe, Spießerhatz, Forschertätigkeit unter Mädchenpullovern, Knallfrösche, Keilereien und Stinkbomben für den Lehrer -- dies alles erinnert doch wohl eher an ein Sammelsurium mehr oder minder lustiger Jugendstreiche beim Klassentreffen.